Von Stefaniya Vlasova

Das Erste, woran die Menschen beim Stichwort „Ruhrgebiet“ denken, sind vermutlich nicht unbedingt Concept Stores mit fair gehandelter und nachhaltig produzierter Kleidung. Doch genau damit hat Andreas Schlüter in seinem Bochumer Laden Kong Island seit zwei Jahren Erfolg.

Unter dem Motto „Fair, Eco, Vegan“ eröffnete Andres Schröter im Juli 2015 den Laden Kong Island. Dahinter steckt ein persönliches Anliegen: „Ich habe mir von vornherein gesagt: Wenn ich einen Laden eröffne mit Bekleidung, dann muss alles fair zertifiziert sein“, sagt Schröter. Ausschlaggebend war hierfür die persönliche Erfahrung, die er mit der Textilindustrie machte: Zehn Jahre lang arbeitete er als Siebdrucker. Dabei fiel ihm auf, dass billig produzierte Ware sehr oft kaputt ging, die der hochwertigen und fair gehandelten Marken hingegen nicht. Nach mehreren Jahren Vorbereitungszeit eröffnete er schließlich 2015 den Laden Kong Island in der Nähe des Bahnhofs in Bochum.

Für mich persönlich ist es super wichtig, den Leuten Informationen mitzugeben“ Andreas Schröter

Neben Kleidung für Damen, Herren und Kinder führt er auch Accessoires, Schuhe, vegane Snacks und sogar Kinderspielzeug unter seinem Motto. Dieses zieht sich durch das gesamte Sortiment: Alle Marken die geführt werden sind GOTS zertifiziert, selbst das Spielzeug ist vom International Council of Toy Industries ausgezeichnet. Die Marken, die bei Kong Island angeboten werden sind unter anderem Labels wie Armedangels, Monkee Genes, Bleed, Motte Klamotte und viele andere. Der Verkaufsschlager sind nebenbei die Jeans von Feuervogl, wie mir der Besitzer verrät. Außerdem wird seit kurzem auch Kleidung von der hauseigenen Marke Kong Island verkauft, die natürlich ebenfalls bei einem zertifizierten Textilhersteller produziert wird. Zu den Herstellern hat Andreas Schröter auch einen persönlichen Bezug: Er hat in den letzten Jahren selbst Produktionsstätten besucht, kennt die Besitzer beim Namen und kann interessierten Kunden auf Nachfrage viel darüber erzählen, woher die Kleidung eigentlich kommt und wie sie hergestellt wurde. „Für mich persönlich ist es super wichtig, den Leuten Informationen mitzugeben“, so Schröter. In den nächsten Jahren sind zwei weitere Läden in Hamburg und Soest geplant, aber Kong Island in Bochum wird, vor allem wegen des Erfolgs den er bei den Kunden hat, nicht einfach so verschwinden: „Uns bekommt hier erstmal keiner mehr weg. Es sei denn, wir brauchen einen größeren Laden. Das ist gerade das größte Problem.“

Hellweg 2, 44787 Bochum

http://www.kong-island.de

 

 

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