von Dennis Swienty

Ausrangierte Stoffe und Lederreste aus der Möbelindustrie.  Das ist für die Dortmunderin Alexandra Lippert kein Abfall, sondern Ausgangsmaterial für ihre eigenen Entwürfe.

Die Produktpalette ihres Labels LIPPERT reicht von handgearbeiteten und nach individuellen Wünschen gefertigten Handtaschen über Etuis und Gürtel bis zu Schlüsselanhängern. Alexandra Lippert, studierte Objekt- und Textildesignerin, bietet ihre Produkte sowohl online als auch in ihrem Ladenlokal an, was gleichzeitig Atelier ist. Die Designerin sagt von sich selbst, sie habe schon immer gern genäht – ihre Familie berichtet, dass sie damit bereits in einem Alter von drei Jahren begonnen hat. Zunächst beschränken sich ihre Auftraggeber auf den Familien- und Freundeskreis. Anfang der 2000er Jahre jedoch nimmt Alexandra Lippert erste Aufträge für Designprodukte und Taschen an, die sie in ihren eigenen vier Wänden für Kunden fertigt. 2011 schließlich beginnt sie ihre Produkte in der Dortmunder Nordstadt auf einer kleinen Präsentationsfläche auszustellen und für den Verkauf anzubieten. Alle Produkte werden ausschließlich im Ladenlokal in der Kreuzstraße hergestellt. LIPPERT ist sowohl hier als auch auf Design- und Modemärkten vertreten.

„Ich möchte keine abgehobene Designerin sein, sondern lege Wert darauf, dass sich Kunden in meinem Laden wohl fühlen.“

Die Dortmunderin sammelt kontinuierlich Stoff- und Lederreste sowie ausrangierte Stoffe, die in ihrem ersten Leben keine Handtasche, kein Etui und auch kein Schlüsselanhänger waren. Ihre Anlaufstellen sind Flohmärkte, Haushaltsauflösungen, karitative Einrichtungen aber auch Freunde und Bekannte. Leder findet sie beispielsweise in Form von Reststücken von Möbelproduktionen. Hier, so erzählt sie, fallen enorme Mengen nach dem Zuschnitt an  oder werden aufgrund kleinster Fehler aussortiert.

Die Idee von LIPPERT ist es, Vintage-Stoffe und -Leder aus vergangen Jahren oder gar Jahrzehnten wiederzuverwenden. Alles – bis auf das Innenfutter der Handtaschen –  entsteht aus bereits vorhandenen Materialien. Kunden haben zum einen die Möglichkeit eine „fertige“ Handtasche zu erwerben, jedoch ebenso, gemeinsam mit der Designerin ein Modell ganz nach ihren Wünschen zu entwerfen. Die Sonderanfertigungen können aus dem Stoff- und Lederfundus von Alexandra Lippert entstehen, die Suche nach etwas Bestimmten auch in Auftrag gegeben oder aber selbst etwas mitgebracht werden.

„Einmal kam eine Kundin mit der Motorradkombi ihres Vaters aus den 80ern zu mir. Ich habe ihr daraus einen großen Shopper und ein paar kleine Accessoires genäht – so lange bis nichts mehr davon übrig war. Etwas sehr Persönliches eben.“

Lippert Objektdesign
Alexandra Lippert
Kreuzstr. 10–12
44139 Dortmund

Related Posts:

  • No Related Posts