Über die Ästhetik des Flüchtigen bei Gunnar Hämmerle anlässlich eines Spaziergangs durch seine Ausstellung „Styleclicker“ im NRW-Forum Düsseldorf

34 Stufen in die zweite 2. Etage des NRW-Forums, Straßenschilder sagen Hallo. Klick. Senso unico, Einbahnstraße, one way – Holzweg? Klick. Pferdegetrappel, Baustellengeräusche, Flugzeuglärm. Klick. Eingang: 16 Projektionsflächen, ein Schuss nach dem anderen, Menschen im Sekundentakt, Bürgersteig-Begegnungen. Klick. Hallo Fremder, wer bist du? 1000 Bilder, Fotos aus: New York, Stockholm, Berlin, Barcelona, Düsseldorf… Klick. Lichtinstallationen. 30 Kopfhörer hängen vom Baugerüst. Rockmusik. Schnelle Bilderfolge… Klick. Ein langes violettes Kleid, kurze schwarze Haare, weiße Sonnenbrille viele bunte… Klick. Ein großer Zylinder, weißes Rüschenhemd, riesiger Trenchcoat, viele Nieten auf den… Klick. Ein weiter Jumpsuit mit Zebramuster, kurzer blonder Bob, hohe Riemchensandalen mit Absätzen aus… Klick. „Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön“, antwortet Faust auf den Wettvorschlag von Mephisto. Klick. Mein Style, dein Style. Klick. Der Zauber des Augenblicks. Der festgehaltene Moment. Die Schönheit des Spontanen. Klick. Das Gefühl einer flüchtigen Begegnung. Ohne Worte. Große Wirkung. Klick. Paare und Passanten. Die Straße wird zum Laufsteg – Models sind Menschen wie du und ich. Klick. Flüchtig. Klick.